Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

Hegering SCHWESING

 

Hegeringleiter:

Eggert Clausen, Ahrenviöl

Reviere:

10

Geografische Lage:

Zu unserem Hegering gehören die Gemeinden Ahrenviöl, Ahrenviölfeld, Oster-Ohrstedt, Wester-Ohrstedt, Schwesing, Immenstedt und Hochviöl.

Wildvorkommen:

Die Hauptwildarten in unseren Revieren sind neben dem Rehwild, Hasen, Enten und Tauben. Der Rehwildbestand beträgt etwa 410 Stücke, davon müssen jährlich ca. 190 Stücke erlegt werden, um einerseits den Bestand nicht weiter anwachsen zu lassen und andererseits einen gesunden Bestand zu erhalten. Weiterhin werden im Hegering jährlich ca. 300 Hasen, 260 Enten und 120 Tauben geschossen, dazu kommen ca. 75 Füchse jährlich.

Der Hegering entspricht von der Fläche her der Kirchengemeinde Schwesing. Im Hegering haben wir 6 Gemeinschaftsjagdbezirke und 4 Eigenjagdbezirke. Das größte Jagdrevier betreut die Jagdgemeinschaft Immenstedt-Hochviöl mit ca. 1660 ha. Das kleinste Revier ist der Eigenjagdbezirk Arl mit einer Fläche von 80 ha.

Das Verhältnis zu den Jagdgenossen, die uns die Reviere verpachtet haben, ist sehr gut. So wurden und werden uns immer wieder Flächen zur Verfügung gestellt, um auf diesen Flächen Biotope anzulegen. Man muss aber auch sagen, dass die politischen Vorgaben der letzten Jahre es den Landwirten immer schwieriger machen, etwas für die Natur zu tun. So werden zum Beispiel Flächen, die länger als 5 Jahre nicht bewirtschaftet oder still gelegt werden zu geschützten Biotopen und damit weitgehend dem Einfluss des Eigentümers entzogen.

Aus den Revieren

-Immenstedt-Hochviöl-  Für viele gehört der Mai zu den schönsten Monaten des Jahres. Die Natur erwacht, der Grill wird zum ersten Mal wieder angeschmissen und in der Tierwelt ist es für viele Arten Zeit für Nachwuchs. So zum Beispiel beim Rehwild. Unglücklicherweise fällt die Setzzeit der Ricken somit auch in den selben Zeitraum wie der erste Schnitt für die Landwirte. Im hohen Gras kaum zu erkennen und sich instinktiv wegduckend, fallen somit viele Kitze, aber auch Junghasen oder der Nachwuchs von Wiesenbrütern den Mähmaschinen zum Opfer. Um dem vorzubeugen, ist es sinnvoll die Flächen kurz vorher gründlichzu durchsuchen. Doch das ist eine ganz schöne Herausforderung in Anbetracht der riesigen Grasflächen in unserer ländlichen Region.

Eine starke Truppe

In Immenstedt hat sich im Laufe der letzten Jahre dafür eine starke freiwillige Gruppe entwickelt. Initiiert von der Jagdgemeinschaft Immenstedt-Hochviöl und in guter Absprache mit den Landwirten treffen sich bis zu 20 engagierte Helfer regelmäßig am Tag vor dem Mähtermin und stapfen auf der Suche nach Rehkitzen durch die Felder. Mit großem Erfolg. Im vergangenen Jahr wurden 25 Kitze gerettet und auch dieses Jahr konnte der Suchtrupp wieder 22 Kitze aus den Feldern tragen. Unter den Teilnehmern an der Suche sind mittlerweile auch immer mehr Nichtjäger, die zufällig von den Suchaktionen gehört haben und gleich begeistert waren. Das Suchen im Team kann nicht nur richtig Spaß machen, sondern ist auch ein tolles Naturerlebnis. Außerdem sind sich die Kitzsucher einig: Das Laufen im hohen Gras stellt eine effektive Alternative zum „Bauch-Beine-Po Kurs“ im Fitnessstudio dar. Belohnt wird der Aufwand mit einem gemeinsamen Grillabend, an dem die Jäger, Landwirte und freiwilligen Helfer nochmal die schönsten Rettungen und Erlebnisse Revue passieren lassen.

(Quelle: Text Amt Viöl 2016/05, Bild PDL-NORD)

 





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