Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

Öffentlichkeitsarbeit

30.11.2018   Sakosporidien Ente

Im Jagdbezirk Wimmersbüll wurden am 30.11.2018 zwei Stockerpel erlegt, die massive Veränderungen in der Muskulatur aufwiesen.
Es handelt sich dabei um Sarkosporidien (Parasiten).
Sarkosporidien sind einzellige Parasiten, die durch Aufnahme von mit Fäkalien verunreinigtem Futter übertragen werden.
Werden die im Zwischenwirt(Ente) befindlichen "Mierschen Schläuche"(Zysten) vom Endwirt mit dem Fleisch verdaut, werden die Erreger (Brabyzoiten) frei, nisten sich in der Darmschleimhaut ein und pflanzen sich fort. Die reifen infektiösen Oozysten(Eier)werden dann mit dem Kot ausgeschieden. Und es beginnt von vorn. Die Ente ist in diesem Fall der Zwischenwirt.Diesen Enten müssen auf jeden Fall entsorgt werden und r so, dass kein anderes Tier Zugang zu den Kadavern hat. Endwirt sind Fleischfressende Tiere (und auch der Mensch).
Es besteht wohl von diesen für den Menschen keine akute Gefahr, wenn das Fleisch durchgegart wird.

Aber wer will so etwas essen?

Waidmannsheil
Renate Jüting


 












 

04.11.2018  Hubertusmesse in der St. Jakobi Kirche zu Schwabstedt 

Am 4. November fand die diesjährige, stimmungsvolle Hubertusmesse in Schwabstedt statt.
Unter der Federführung des Hegering Schwabstedt wurde ein feierlicher Gottesdienst mit Pastor Michael Goltz gestaltet. Die musikalische Begleitung durch die Parforcehornbläsergruppe, unter der Leitung von Robert Platt, sowie des Bläsercorps Husum, unter der Leitung von Heinz Günter Hansen und an der Orgel, Susanne Böhm, unterstrichen den feierlichen und jagdlichen Charakter der Hubertusmesse.
Auf dem Weg zur festlich geschmückten Kirche wurde von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Schwabstedt mit Fackeln geleuchtet und die Bläser begrüßten von der Empore, mit dem Fürstengruß, die eintretenden Gäste.
Für Pastor Michael Goltz war diese Hubertusmesse eine Premiere. Aber nach seinen Worten bedeutete die Vorbereitung eine intensive Auseinandersetzung mit der Jagd und der Jägerschaft, die ihn zu einer neuen Betrachtung und Bewertung von Hege und Pflege, sowie der Jagd geführt habe.
Er gedachte in seinen Begrüßungsworten auch Hermann Milewskis, der leider in diesem Jahr verstorben ist und mit großer Freude und Engagement sich für die Hubertusmesse in Schwabstedt eingesetzt hatte. Seiner Frau ,Beate Milewski, die der Messe beiwohnte, sprach er sein Mitgefühl aus und damit auch im Sinne aller Anwesenden.

Die Lesung von Thomas Meier, dem Hegeringleiter von Schwabstedt, enthielt die Hubertuslegende. Eine der Kernaussagen daraus : Die Wertschätzung allen Lebens.
Nach dem „Gloria“ der Parforcehornbläser, der Lesung aus dem Evangelium : „Die Speisung der 5000“, durch Gudrun Oschmann, dem Glaubensbekenntnis und den „Glocken“ der Parforcehornbläser , folgte die Predigt von Pastor Goltz. Er begann mit einem Gedichtteil von Oskar von Riesental , welches auf der Jägermeisterflasche zu lesen ist : Das ist des Jägers Ehrenschild, daß er beschützt und hegt sein Wild, weidmännisch jagt, wie sich`s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt. „Leben an sich ist wertvoll...und die Tiere sind unsere Mitgeschöpfe. Danke sagen für Natur, Schöpfung und das Leben...“Wir danken dem Schöpfer...denn wir haben es nicht verdient, sondern er hat es uns geschenkt.

In der Ansprache von Kreisjägermeister Thomas Carstensen kam der tolle Sommer zur Sprache und der Herbst, der die Zeit der Ernte ist, auch in der Jagd. Im Herbst findet die Hochzeit der Jagden statt, eine besondere Zeit, die das Geschenk der Natur, das Geschenk Gottes in besonderer Weise aufzeigt. Sich waidgerecht zu verhalten, bedeutet auch eine Selbstbeschränkung in seiner jagdlichen Tätigkeit...eine sittliche Richtschnur der Kreisjägerschaft.
Nach dem Fürbittengebet , dem Vaterunser und dem Segen , hörte man noch den Hubertusmarsch der Parforcehornbläser und unter dem Orgelnachspiel begann der Auszug aus der Kirche. Eine feierliche und sehr stimmungsvolle Hubertusmesse in Schwabstedt ging damit zu Ende.
Susann Daberkow-Schmidt