Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

Öffentlichkeitsarbeit

Aufruf zur Einsendung auffälliger Feldhasen

Liebe Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein,
die Jägerschaft in Schleswig-Holstein beobachtet seit einigen Jahren eine Zunahme von erkrankten und verstorbenen Feldhasen. Deshalb haben wir, das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover an der Außenstelle Büsum, in Kooperation mit dem „Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein (WTK)“ der Universität Kiel sowie dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV-SH) im Jahr 2016 und 2017 Feldhasen auf Infektionskrankheiten untersucht.
In drei Untersuchungsgebieten wurden zusammen mit den örtlichen Jagdausübungsberechtigten jeweils 20 zufällig ausgewählte Feldhasen der Jagdstrecke entnommen und am ITAW ausführlich obduziert und beprobt. Zusätzlich konnten wir in enger Zusammenarbeit mit den Revierinhabern in 2017 51 Fallwildhasen in unsere Studie aufnehmen. Somit konnten wir bereits einen ersten Eindruck des Infektionsgeschehens erhalten und teilweise revierspezifische Unterschiede feststellen, die wir nun in der Folgestudie 2019 weiter aufzuklären versuchen: Die Jagdwildhasen waren deutlich seltener mit Krankheiten befallen als die Fallwildhasen und es konnte insgesamt eine sehr hohe Belastung mit Parasiten festgestellt werden. Ebenso waren Junghasen oft häufiger und massiver infiziert als Althasen. Mit einem angepassten Studiendesign und einer Ausweitung der Untersuchungsgebiete, hoffen wir in diesem Jahr weitere Einblicke in die Gesundheit von Feldhasen aus Schleswig-Holstein und deren Einfluss auf den beobachteten Populationsrückgang zu erhalten.
Nach der sehr guten Zusammenarbeit mit der Jägerschaft in Schleswig-Holstein in den zurückliegenden Studienjahren, hoffen wir auch in 2019 auf Ihre Unterstützung bei der Beprobung von Feldhasen. Deshalb bitten wir erneut um Ihre Mithilfe!
Mein Name ist Marcus Fähndrich und ich bin als Tierarzt am ITAW seit 2017 für das Projekt und die Untersuchung der eingesandten Hasen zuständig. In diesem Jahr interessieren uns erneut– neben den als „gesund“ erlegten Hasen aus den Stichprobenrevieren - v.a. verstorbene Feldhasen. Ich bitte Sie daher, tot aufgefundene Feldhasen (bitte kein Verkehrsfallwild!) oder eventuell als „erkennbar krank“ erlegte Feldhasen (Hegeabschüsse) zu sammeln und uns in einem solchen Fall schnellstmöglich telefonisch (+49 511 856 8154 oder +49 151 1163 1688) oder per E-Mail (marcus.faehndrich@tiho-hannover.de) zu kontaktieren. Diese Tiere werden wir dann zeitnah bei Ihnen abholen und bitten Sie, diese bis dahin möglichst kühl (bitte vorerst nicht tieffrieren!) einzulagern.
Die Ergebnisse werden nach Abschluss aller Untersuchungen zum Beginn des kommenden Jahres zusammengetragen und jeder Einsender erhält anschließend eine Zusammenfassung aller untersuchten Tiere. Bitte beachten Sie, dass eine individuelle Auskunft zu eingesandten Tieren im Rahmen dieser wissenschaftlichen Studie leider nicht möglich ist.
Über Ihre Mithilfe in diesem Projekt würden wir uns sehr freuen. Wir hoffen, dadurch einen besseren Einblick in die Todesursachen von Feldhasen aus Schleswig-Holstein in Zusammenhang mit dem Populationsrückgang zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen,
Tierarzt Marcus Fähndrich
Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert
Dr. Ulrich Fehlberg


04.11.2018  Hubertusmesse in der St. Jakobi Kirche zu Schwabstedt

Am 4. November fand die diesjährige, stimmungsvolle Hubertusmesse in Schwabstedt statt.

Unter der Federführung des Hegering Schwabstedt wurde ein feierlicher Gottesdienst mit Pastor Michael Goltz gestaltet. Die musikalische Begleitung durch die Parforcehornbläsergruppe, unter der Leitung von Robert Platt, sowie des Bläsercorps Husum, unter der Leitung von Heinz Günter Hansen und an der Orgel, Susanne Böhm, unterstrichen den feierlichen und jagdlichen Charakter der Hubertusmesse. Auf dem Weg zur festlich geschmückten Kirche wurde von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Schwabstedt mit Fackeln geleuchtet und die Bläser begrüßten von der Empore, mit dem Fürstengruß, die eintretenden Gäste.
Für Pastor Michael Goltz war diese Hubertusmesse eine Premiere. Aber nach seinen Worten bedeutete die Vorbereitung eine intensive Auseinandersetzung mit der Jagd und der Jägerschaft, die ihn zu einer neuen Betrachtung und Bewertung von Hege und Pflege, sowie der Jagd geführt habe.
Er gedachte in seinen Begrüßungsworten auch Hermann Milewskis, der leider in diesem Jahr verstorben ist und mit großer Freude und Engagement sich für die Hubertusmesse in Schwabstedt eingesetzt hatte. Seiner Frau ,Beate Milewski, die der Messe beiwohnte, sprach er sein Mitgefühl aus und damit auch im Sinne aller Anwesenden.

Die Lesung von Thomas Meier, dem Hegeringleiter von Schwabstedt, enthielt die Hubertuslegende. Eine der Kernaussagen daraus : Die Wertschätzung allen Lebens.
Nach dem „Gloria“ der Parforcehornbläser, der Lesung aus dem Evangelium : „Die Speisung der 5000“, durch Gudrun Oschmann, dem Glaubensbekenntnis und den „Glocken“ der Parforcehornbläser , folgte die Predigt von Pastor Goltz. Er begann mit einem Gedichtteil von Oskar von Riesental , welches auf der Jägermeisterflasche zu lesen ist : Das ist des Jägers Ehrenschild, daß er beschützt und hegt sein Wild, weidmännisch jagt, wie sich`s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt. „Leben an sich ist wertvoll...und die Tiere sind unsere Mitgeschöpfe. Danke sagen für Natur, Schöpfung und das Leben...“Wir danken dem Schöpfer...denn wir haben es nicht verdient, sondern er hat es uns geschenkt.

In der Ansprache von Kreisjägermeister Thomas Carstensen kam der tolle Sommer zur Sprache und der Herbst, der die Zeit der Ernte ist, auch in der Jagd. Im Herbst findet die Hochzeit der Jagden statt, eine besondere Zeit, die das Geschenk der Natur, das Geschenk Gottes in besonderer Weise aufzeigt. Sich waidgerecht zu verhalten, bedeutet auch eine Selbstbeschränkung in seiner jagdlichen Tätigkeit...eine sittliche Richtschnur der Kreisjägerschaft.
Nach dem Fürbittengebet , dem Vaterunser und dem Segen , hörte man noch den Hubertusmarsch der Parforcehornbläser und unter dem Orgelnachspiel begann der Auszug aus der Kirche. Eine feierliche und sehr stimmungsvolle Hubertusmesse in Schwabstedt ging damit zu Ende.

Susann Daberkow-Schmidt