Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

JAGDBETRIEB

Jan 2020   Vandalismus an Hochsitzen: LJV bittet um erhöhte Wachsamkeit!

In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar wurden im Revier Lilienthal im Kreis Plön mehrere Hochsitze zerstört. Die Polizei ist informiert und ermittelt in dieser Sache. Die Täter sprühten auf die zerstörten Ansitzeinrichtungen die Buchstaben "ALF".

Demnach geben die Täter vor, mutmaßlich Anhänger der sogenannten "Animal Liberation Front" (dt. Tierbefreiungsfornt) zu sein. Die "ALF" ist eine nicht vernetzte, aus autonomen Zellen bestehende Untergrundbewegung ohne Mitgliedschaft, öffentliche Vertreter oder Hierarchien, bestehend aus voneinander unabhängig agierenden "Aktivisten". Die "ALF" lehnt die Jagd strikt ab und bekämpft sie in jedweder Form.

Auch im Kreis Pinneberg kam es Mitte Januar zur Zerstörung einer Ansitzeinrichtung. In einem Jagdbezirk bei Elmshorn brannte ein Ansitz vollständig aus. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der LJV bittet vor allem in den genannten Bereichen, aber auch landesweit, um besondere Vorsicht beim Besteigen der Ansitzeinrichtungen. Nehmen Sie die jeweilige Einrichtung in Augenschein und kontrollieren Sie Leitersprossen, Pfähle sowie den Gesamtzustand des Hochsitzes bevor Sie den Hochsitz beziehen. Dies gilt besonders für nächtliche Ansitze. Sollten Sie Anzeichen von Vandalismus bemerken, bitten wir um umgehende Kontaktaufnahme mit der zuständigen Polizeidienststelle, um Anzeige zu erstatten. Der Tatbestand wird hiernach statistisch erfasst und weiterverfolgt.


16.12.19   Rotwild - Abschussstopp Klasse II aufgehoben

In den letzten zwei Wochen sind 3 Rottiere im Hochwildring NF erlegt worden. Damit wird der Abschussstopp der Hirsche in der Altersklasse 2 aufgehoben.
Geschossen werden dürfen die Hirsche der Altersklasse 2 und der Altersklasse 3, Kälber, sowie weibliches Rotwild, solange sie nicht führend sind. 

Wenn zwei weitere weibliche Stücke Rotwild erlegt werden, wird die Klasse 1 auch wieder freigegeben!


Nov 2019   Der Kreisjägermeister informiert


Am 19.11.2019 hat der Jagdbeirat des Kreises Nordfriesland getagt. Ein Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Erhöhung der Abschussfestsetzung als Ergänzung zum Abschussplan Rotwild im Hochwildring Nordfriesland.

Da die Abschusszahlen in den Klassen Kälber, Klasse III und Klasse II erfüllt, bzw. nahezu erfüllt sind, beschloss der Jagdbeirat auf Vorschlag des KJM, die Festsetzungen in diesen Kategorien zu erhöhen.

Allerdings sind bisher gegenüber 30 Stück gestrecktem männlichen Rotwild nur zwei Stück weibliches Rotwild erlegt worden.

Deshalb wird der Abschuss in der Klasse II und I bis auf weiteres gesperrt.

Wenn drei weitere weibliche  Stücke erlegt wurden, wird die Klasse II wieder freigegeben, bei weiteren zwei weiblichen erlegten Stücken auch die Klasse I.

Zuwiderhandlung der Jäger stellt eine Ordnungswidrigkeit dar: „Erlegung von Schalenwild außerhalb des Abschussplanes“ und wird mit einem Bußgeld geahndet. Bei wiederholter Zuwiderhandlung ist von der Jagd- und Waffenbehörde die Zuverlässigkeit zu hinterfragen und der Jagdschein ggf. einzuziehen.  

Mit Waidmannsheil!
Thomas Carstensen

Kreisjägermeister


Sep 2019   Kofferfalle in Schleswig-Holstein wieder erlaubt

Ab sofort darf die Kofferfalle wieder durch den LJV geprüft & registriert und somit landesweit eingesetzt werden. Das LJV-Präsidium und der Arbeitskreis Niederwild im LJV begrüßen den Erlass, an dem lange gearbeitet wurde: "Mit diesem Erlass sind wir unserem Ziel, die jagdlichen Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein zu verbessern, ein großes Stück näher gekommen", stellt  LJV-Präsident Wolfgang Heins fest. Ebenso positiv äußert sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Niederwild Revieroberjäger Christopher von Dollen: "Dies ist ein wichtiger Schritt für das Prädatorenmanagement zur Niederwildhege" 

Die Kofferfallen müssen die Eigenschaften aufweisen:

• Das Mindestmaß für den Kofferdeckel beträgt (180 cm x 90 cm x 20 cm).
• Der Abstand vom Rand des Auslösers zum vorderen und seitlichen Fallenrand muss mindestens 60 cm betragen.
• Es dürfen keine scharfen Kanten, Spitzen oder sonstige Verletzungsrisiken in den Fangraum ragen.
• Die Fallhöhe des Kofferdeckels (gemessen vom vorderen Deckelrand) darf maximal 40 cm betragen.
• Das Gewicht des Kofferdeckeis darf 35 kg nicht überschreiten.
• Die Falle darf erst arretieren, wenn der Deckel vollständig geschlossen ist.
• Der Fangraum muss bei vollständig geschlossener Falle abgedunkelt sein.+


Sep 2019   Aufruf zur Einsendung auffälliger Feldhasen

Liebe Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein,
die Jägerschaft in Schleswig-Holstein beobachtet seit einigen Jahren eine Zunahme von erkrankten und verstorbenen Feldhasen. Deshalb haben wir, das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover an der Außenstelle Büsum, in Kooperation mit dem „Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein (WTK)“ der Universität Kiel sowie dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV-SH) im Jahr 2016 und 2017 Feldhasen auf Infektionskrankheiten untersucht.
In drei Untersuchungsgebieten wurden zusammen mit den örtlichen Jagdausübungsberechtigten jeweils 20 zufällig ausgewählte Feldhasen der Jagdstrecke entnommen und am ITAW ausführlich obduziert und beprobt. Zusätzlich konnten wir in enger Zusammenarbeit mit den Revierinhabern in 2017 51 Fallwildhasen in unsere Studie aufnehmen. Somit konnten wir bereits einen ersten Eindruck des Infektionsgeschehens erhalten und teilweise revierspezifische Unterschiede feststellen, die wir nun in der Folgestudie 2019 weiter aufzuklären versuchen: Die Jagdwildhasen waren deutlich seltener mit Krankheiten befallen als die Fallwildhasen und es konnte insgesamt eine sehr hohe Belastung mit Parasiten festgestellt werden. Ebenso waren Junghasen oft häufiger und massiver infiziert als Althasen. Mit einem angepassten Studiendesign und einer Ausweitung der Untersuchungsgebiete, hoffen wir in diesem Jahr weitere Einblicke in die Gesundheit von Feldhasen aus Schleswig-Holstein und deren Einfluss auf den beobachteten Populationsrückgang zu erhalten.
Nach der sehr guten Zusammenarbeit mit der Jägerschaft in Schleswig-Holstein in den zurückliegenden Studienjahren, hoffen wir auch in 2019 auf Ihre Unterstützung bei der Beprobung von Feldhasen. Deshalb bitten wir erneut um Ihre Mithilfe!
Mein Name ist Marcus Fähndrich und ich bin als Tierarzt am ITAW seit 2017 für das Projekt und die Untersuchung der eingesandten Hasen zuständig. In diesem Jahr interessieren uns erneut– neben den als „gesund“ erlegten Hasen aus den Stichprobenrevieren - v.a. verstorbene Feldhasen. Ich bitte Sie daher, tot aufgefundene Feldhasen (bitte kein Verkehrsfallwild!) oder eventuell als „erkennbar krank“ erlegte Feldhasen (Hegeabschüsse) zu sammeln und uns in einem solchen Fall schnellstmöglich telefonisch (+49 511 856 8154 oder +49 151 1163 1688) oder per E-Mail (marcus.faehndrich@tiho-hannover.de) zu kontaktieren. Diese Tiere werden wir dann zeitnah bei Ihnen abholen und bitten Sie, diese bis dahin möglichst kühl (bitte vorerst nicht tieffrieren!) einzulagern.
Die Ergebnisse werden nach Abschluss aller Untersuchungen zum Beginn des kommenden Jahres zusammengetragen und jeder Einsender erhält anschließend eine Zusammenfassung aller untersuchten Tiere. Bitte beachten Sie, dass eine individuelle Auskunft zu eingesandten Tieren im Rahmen dieser wissenschaftlichen Studie leider nicht möglich ist.
Über Ihre Mithilfe in diesem Projekt würden wir uns sehr freuen. Wir hoffen, dadurch einen besseren Einblick in die Todesursachen von Feldhasen aus Schleswig-Holstein in Zusammenhang mit dem Populationsrückgang zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen,
Tierarzt Marcus Fähndrich
Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert
Dr. Ulrich Fehlberg


Aug 2019   Hochsitze zerstört: LJV bittet um erhöhte Wachsamkeit!

Im Bereich Nortorf ist es vom 19. August auf den 20. August 2019 zu Vandalismus an mehreren Ansitzeinrichtungen gekommen. In insgesamt drei Revieren des Hegerings Loop (Kreisjägerschaft Rendsburg-Ost) wurden A nsitzeinrichtungen massiv zerstört. Die Täter sprühten auf die zerstörten Ansitzeinrichtungen die Buchstaben "ALF".  Demnach geben die Täter vor, mutmaßlich Anhänger der sogenannten "Animal Liberation Front" (dt. Tierbefreiungsfornt) zu sein. Die "ALF" ist eine nicht vernetzte, aus autonomen Zellen bestehende Untergrundbewegung ohne Mitgliedschaft, öffentliche Vertreter oder Hierarchien, bestehend aus voneinander unabhängig agierenden "Aktivisten". Sie entstand 1976 in Großbritannien und agierte nach wenigen Jahren in Ländern auf der ganzen Welt. Die "ALF" lehnt die Jagd strikt ab und bekämpft sie in jedweder Form.

Der LJV bittet vor allem im Bereich des Hegerings Loop, aber auch landesweit, um besondere Vorsicht beim Besteigen der Ansitzeinrichtungen. Nehmen Sie die jeweilige Einrichtung in Augenschein und kontrollieren Sie Leitersprossen, Pfähle sowie den Gesamtzustand des Hochsitzes bevor Sie den Hochsitz beziehen. Dies gilt besonders für nächtliche Ansitze. Sollten Sie Anzeichen von Vandalismus bemerken, bitten wir um umgehende Kontaktaufnahme mit der zuständigen Polizeidienststelle, um Anzeige zu erstatten. Der Tatbestand wird hiernach statistisch erfasst und weiterverfolgt. Aus aktueller Sicht ist eine Veröffentlichung in der Presse oder sonstigen Medien nicht zu empfehlen, da den Tätern hiermit eine öffentliche Bühne geboten wird und unter Umständen Nachahmer motiviert werden.


Mit freundlichen Grüßen und Weidmannsheil,
Ihr Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.