Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

17.06.2018   Landesbläserwettbewerb in Husum 

 

Bei leicht bewölkten Wetter trafen sich vor dem Husumer Schloss ca. 600 Jagdhornbläserinnen u. Jagdhornbläser zum Landesbläserwettbewerb des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.  In einer beeindruckenden Atmosphäre erklangen  in den einzelnen Jagdhornkategorien und Wettbewerben die Jagdhörner vor der 12-köpfigem Richterbank.

 

Bläsergruppen aus ganz Norddeutschland und sogar aus Baden-Württemberg waren zu dieser Herausforderung in Husum angetreten. Sogar Alphornbläser erklangen im Schlosshof des Husumer Schlosses, den auch diese Art der Hörner gehören zu den Signalhörnern bei der Jagd.
Aufgrund der guten Wetterlage fand diese Veranstaltung sehr guten Zulauf. Neben dem Bläserwettbewerb wurde auch für die kulinarische Versorgung bestens gesorgt. Der Info-Stand der Kreisjägerschaft Nordfriesland hatte auch seinen Platz auf dem Schlosshof und hatte regen Zulauf. Hier war sehr erfreulich zu sehen, dass Kinder und Jugendliche sehr wohl ein Interesse an der Natur mit ihrer Fauna und Flora haben.
Der Ausrichter des Landesbläserwettbewerbes war die Kreisjägerschaft NF, die für eine gute Organisation sowie einen reibungslosen Ablauf garantierten. Hier ein herzliches Dankeschön an den Vorsitzenden der KJS NF, Stephan Gülck mit seinen Helferinnen und Helfern.
Bei dem stattfindenden VIP-Empfang in den Räumlichkeiten des Husumer Schlosses, bedankte sich der Präsident des Landes Jagd Verbandes S.-H. ,Wolfgang Heins für die tolle Ausrichtung des Wettbewerbes und die Organisation.  Auch aus der Politik kamen dankende sowie motivierende Worte an die Jägerinnen und Jäger. Frau Astrid Damerow, MdB, bedankte sich in ihrer Ansprache und forderte die Jägerschaft auf, so weiter zu machen. In diesem Rahmen wurde aus der KJS NF, Christoph Rabeler, für seine über 40-jährige Jungjägerausbildung und sein Engagement im Naturschutz im Kreis NF, mit dem Jagdmesser des Landesjagd Verbandes S.-H. ausgezeichnet.
Der Bläserwettbewerb erzeugte mit dem  Abschlusskonzert aller Jagdhornbläserinnen und Bläser im Schlosshof ein beeindruckendes Abschlussbild.

18.01.2018   Weiterbildung    

-Koogshalle-   Die Kreisjägerschaft Nordfriesland hatte eingeladen zu einer Veranstaltung mit den Themen:

  • Invasive Arten - Möglichkeiten der Bejagung wie auch des übrigen Raubwildes
  • Verwertung von Raubsäugern
  • Informationen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)


Der Vorsitzende Stephan Gülck konnte an diesem Abend über 200 Interessierte Jägerinnen und Jäger begrüßen.

In seiner Begrüßungsansprache stellte er die Referenten der Themen vor, Christopher von Dohlen zu den Themen Afrikanische Schweinepest und Invasive Arten, wie auch Frederic Daniels, den Verantwortlichen der Fellwechsel GmbH.
Bereits im Vorfeld wurden die Jäger Nordfrieslands darauf vermehrt hingewiesen, dass an jenem Tage die gefangenen Raubsäuger, tiefgefroren im Kern, von der Fellwechsel eingesammelt und mitgenommen würden. Die Beute waren die verschiedensten Wildarten, hauptsächlich Füchse Marderhunde und Marder, aber auch Bisam, Mink und Dachs waren vertreten, insgesamt über 150 Kreaturen, deren Balg nun verwertet wird.

Besonders begrüßt wurden der Ehrenpräsident, Hans Jakob Andritter sowie der Kreisjägermeister, Thomas Carstensen, vom Bauernverband Melf Melfsen und Wolfgang Stapelfeld und vom Nationalpark Wattenmeer Dr.Walther Petersen-Andresen.

Zum Beginn der Vorträge spielten die Jagdhornbläser zwei Stücke, bevor dann Revierjagdmeister Christopher von Dohlen im Speziellen über das nicht heimische Raubwild referierte. Besonders in unseren Region setzt der Marderhund dem Niederwild sehr zu, bedingt durch seine Anpassungsfähigkeit und seine hohe Nachwuchsrate.
Wurden in Nordfriesland vor 10 Jahren noch 4 Marderhunde gestreckt, waren es im letzten Jagdjahr über 300, und das wird sich noch erhöhen. Erste Waschbären wurden erlegt, ebenso Minke. Gerade die Bejagung des Raubwildes spielt in den Niederwildrevieren eine tragende Rolle, ob auf der Jagd oder mit diversen Fallen. Letztendlich führt nur intensive Bejagung des Raubwildes zum Fortbestand des Niederwildes.

Nach weiteren Stücken der Bläser erläuterte Frederic Daniels von der Fellwechsel die Idee der nachhaltigen Nutzung der erlegten Raubsäuger. Felle und Pelz sind wieder im Kommen, und wir Jäger liefern heimische Ware, gewachsen in der natur und nicht in Farmen. Daher werden alle Stücke , die agbegeben werden, mit einem Herkunftsnachweis versehen, um alles bis zum Erleger und Ort zurück verfolgen zu können.Auch das Kürschnerhandwerk hat bereits darauf reagiert, und die Felle mit einem besonderen Label ausgestattet, woran man die Herkunft aus heimischer Flur erkennt und die nachaltige Nutzung der Beute.Ein aus Sicht der Jägerschaft guter Weg, und man ist sich sicher, dass die Art der Verwertung sich auch durchsetzten wird.

Nach einer kurzen Pause erläuterte Revierjäger von Dohlen den aktuellen Sachstand in Bezug auf ASP. In Deutschland gibt es noch keinen einzigen Fall, in den Nachbarländern Polen und Tschechien sind erste Fälle aufgetreten. Gerade am Beispiel der Tschechen wurden die sehr guten und für Schleswig-Holstein übernommenen Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs erklärt. Alles beinhaltet einen immensen Aufwand, aber man will absolut ein Verschleppen der Seuche aus diesem Gebiet verhindern. Auch wenn wir noch nicht betroffen sind, auch..oder gerade für Jäger gilt Sorgfaltspflicht. Besonders auf Jagdreisen, so man denn noch welche unternimmt, sollte mit Argusaugen auf Desinfektion achten,denn der Erreger im Schweiss, der leicht mal auf die Stiefel tropfen kann, hält sich 200 TAGE! Dass alleine zeigt, dass mit dieser Krankheit nicht zu Spaßen ist, und jedes Bundesland hat mittlerweile einen Maßnahmenkatalog parat hat, für den Fall der Fälle.

Stephan Gülck bedankt sich danach bei den Referenten, den Bläsern und allen Gästen sowie Jägerinnen und Jägern, und schloß die Versammlung mit einem dreifachen "HORRIDO"

von Ralf Kille