Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

Willkommen im WEB-Revier der KJS NORDFRIESLAND

DJV kritisiert Bleiverbot

Übergangsfrist endet am 16. Februar 2023: Künftig ist Bleischrot an und in Feuchtgebieten verboten.
Kritisch ist die unklare Definition. Offene Rechtsfragen erschweren die Umsetzung. Das vor zwei Jahren beschlossene Verbot der Verwendung von Bleischrot an und in Feuchtgebieten tritt nach Ablauf der Übergangszeit am 16. Februar 2023 in Kraft. Der Deutsche Jagdverband (DJV) setzt sich zwar seit Jahren für eine Minimierung von Blei in Munition nach dem jeweiligen Stand der Technik ein, fordert aber einen wissensbasierten sowie praxisorientierten Weg.  [ ... ]

Ausblick 2023

  • 30.03.2023 19:00 Uhr Jahreshauptversammlung Kreisjägerschaft Nordfriesland, Koogshalle Reußenköge
  • 08.02.2023 Vortrag Prof. Hackländer 19:00 Uhr, Koogshalle Reußenköge
    Thema: „Der Wolf in der Kulturlandschaft: Konflikte und Lösungen“ mit anschließender Diskussion. Des Weiteren wird Prof. Hackländer auf die anstehenden Probleme mit dem stark nach Norddeutschland einwandernden Goldschakal eingehen. Der Vortrag wendet sich speziell an alle Weidetierhalter, Jäger, Schäfer, Ornithologen und Naturinteressierte.
    Klaus Hackländer ist ein deutscher Wildbiologe und Professor für Wildtierbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien.
    Termin  gerne weitergeben!

Managementplan Rotwild 2022-2025

Autobahnen, Siedlungen und Bahnlinien sind für Wildtiere unüberwindbare Hindernisse. Die Folgen für das heimische Rotwild sind Inzucht und Missbildungen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. (LJV) veröffentlicht erstmals einen Rotwildmanagement- und Rotwildwegeplan (RMP). Der Verband fordert mehr Grünbrücken sowie die Sicherung und Wiedervernetzung von Lebensräumen.

TAG DER NATUR in Joldelund

Kalle Tadsen, Heidekönigin Leonie Laryea, Hilke Carstensen und Johanna Ehrlich

Der Verein für Naturschutz und Landschaftspflege Mittleres Nordfriesland e.V. feierte  am Sonntag den 24 Juli einen Tag der Natur  in Joldelund, Ossenstieg 15. Anlässlich seines nunmehr über 40jährigen Bestehens  bot er von 10.00 bis 16.00 Uhr auf seinem jüngsten Projekt, dem renaturierten Hof Feddersburg Unterhaltung für Jung und Alt an. Der Vereinsvorsitzende Karl-Peter Tadsen war in seiner Begrüßungsrede stolz und glücklich darüber, dass er unter den zahlreichen Gästen u.a. die Heidekönigin aus Niedersachsen begrüßen konnte.

Naturschutzführung mit Christoph Rabeler

In Festreden und Vorträgen informierten Herr Panthen über die Historie Nordfrieslands speziell bezogen auf die vom Naturschutzverein betreuten Gebiete, Herr Christian Christiansen über den Raum Joldelund, Christoph Rabeler über die aktuell durchgeführte Biodiversifizierung auf den Ländereinen des Hofes Feddersburg und Melf Albertsen über die Entwicklung des Vereins von der Gründung unter Leitung unseres ehemaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen bis hin zu den aktuell durchgeführten  Biodiversifizierungen auf den erworbenen landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die vielen Gäste von einem abwechslungsreichen interessanten Programm verwöhnt. Es gab gegrilltes Wildbret und geräucherten Fisch zu essen. Zur musikalischen Unterhaltung spielten am Vormittag Jagdhornbläser, und am Nachmittag sorgte die Feuerwehrkapelle für gute Stimmung.

Ein Teil der Zuschauer bei der Hundevorführung

Auf besonders großes Interesse stießen die von Thore Thiessen dargebotenen  Hundevorführungen. Nachdem er die verschiedenen Rassen vorgestellt hatte, ließen einige Hundeführer*Innen Einiges aus dem Repertoire ihrer ausgebildeten und geprüften Jagdhunde vorführen. Alle Hunde zeigten tolle Leistungen und wurden mit reichlich Applaus belohnt. Auch am Infomobil der Kreisjägerschaft Nordfriesland zeigten sehr viele Gäste jeden Alters großes Interesse an den aufgestellten Informationstafeln und an den vielen ausgestopften Tierpräparaten. Anwesende Jäger*Innen konnten Fragen z.B.  zum ausgestellten Neozon, dem Marderhund, beantworten oder was zu tun ist, wenn ein Steinmarder im Dachgebälk für Unruhe sorgt. Kinder waren mit großem Eifer dabei, verschiedene Ringe an der Wählscheibe so lange zu drehen, bis Rumpf, Läufe und Kopf zusammenpassten und ein komplettes Tier ergaben. Auch ein Falkner erklärte anhand von Präparaten und Bildern den vielen anwesenden Jäger*Innen und den interessierten Gästen die Ausbildung von Greifvögeln und ihren Einsatz in der Jagd.

Auf einem Imkerstand konnte man Einiges über die Haltung der Bienen, die Herstellung von Honig erfahren und ein süßes Mitbringsel erwerben. Nebenan konnte man sich Infos über einen in Nordfriesland angebauten Wein und über die Zucht einer seltenen Schafsrasse einholen. Das angebotene Blasrohrschießen machte Jung und Alt Spaß und führte schnell zum Erfolg. Pfadfinderinnen zeigten den kleinen Gästen, wie man Stockbrot backt. Ganz viel Spaß hat den Kleinen natürlich das Ponyreiten bereitet. Wer sich über die Technik zur Bearbeitung seines Gartens informieren wollte, konnte es auf einem dafür eingerichteten Stand tun.

Christoph Rabeler, 2. Vors., erklärt das Naturschutzprojekt

Seit seiner Konstituierung lässt sich der  Naturschutzverein bei seiner Arbeit von dem Ziel leiten, Interessen der Landwirtschaft, der Jagd, der Gemeinden, der Bewohner sowie behördlichen Institutionen für die weitere Entwicklung des Naturschutzes sowie der Landschaftspflege in der Region zusammenzuführen.
So wurde z. B. in Feddersburg/Joldelund  der sich stark ausbreitende, invasive Traubenkirschenaufwuchs entfernt, 1.800 m neue Erdwälle aufgesetzt, das der Entwässerung dienende Rohrsystem teilweise abgekoppelt und durch Gräben ersetzt, 6 neue Kleingewässer (Kuhlen) geschaffen, vorhandenes Dauergrünland durch Anlage von Gebüschhorsten in eine halboffene Weidelandschaft umgewandelt, Naturwaldbegrünung mit standortheimischen Laubgehölzen auf 14 ha durchgeführt und unter der Hochspannungsleitung ein Blühwiesenkorridor angelegt. Mit  dieser hier durchgeführten Biodiversifizierung hat der Verein die Basis für Biotope geschaffen, die dem in der Region lebenden Artenspektrum eine gute Lebensgrundlage bietet. Den vielen Gästen wird dieser Tag der Natur sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

Weitere Informationen unter www.naturschutzverein-mittleres-nordfriesland.de

Bericht: Günter Jacobsen
Fotos: Melf Albertsen