Willkommen bei der

Kreisjägerschaft Nordfriesland e.V.

Neuigkeiten

Weiterbildung

DSC 0859Weiterbildung der Kreisjägerschaft am 18.01.2018 in der Koogshalle

Die Kreisjägerschaft Nordfriesland hatte eingeladen zu einer Veranstaltung mit den Themen:

- Invasive Arten- Möglichkeiten der Bejagung wie auch des übrigen Raubwildes
- Verwerten von Raubsäugern - hier: Fellwechsel GmbH
- Informationen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Der Vorsitzende Stephan Gülck konnte an diesem Abend über 200 Interessierte Jägerinnen und Jäger begrüßen. In seiner Begrüßungsansprache stellte er die Referenten der Themen vor, Christopher von Dohlen zu den Themen Afrikanische Schweinepest und Invasive Arten, wie auch Frederic Daniels, den Verantwortlichen der Fellwechsel GmbH.
Bereits im Vorfeld wurden die Jäger Nordfrieslands darauf vermehrt hingewiesen, dass an jenem Tage die gefangenen Raubsäuger, tiefgefroren im Kern,
von der Fellwechsel eingesammelt und mitgenommen würden. Die Beute waren die verschiedensten Wildarten, hauptsächlich Füchse Marderhunde und Marder, aber auch Bisam, Mink und Dachs waren vertreten, insgesamt über 150 Kreaturen, deren Balg nun verwertet wird.

Besonders begrüßt wurden der Ehrenpräsident, Hans Jakob Andritter sowie der Kreisjägermeister, Thomas Carstensen, vom Bauernverband Melf Melfsen und Wolfgang Stapelfeld und vom Nationalpark Wattenmeer Dr.Walther Petersen-Andresen.

Zum Beginn der Vorträge spielten die Jagdhornbläser zwei Stücke, bevor dann Revierjagdmeister Christopher von Dohlen im Speziellen über das nicht heimische Raubwild referierte. Besonders in unseren Region setzt der Marderhund dem Niederwild sehr zu, bedingt durch seine Anpassungsfähigkeit und seine hohe Nachwuchsrate.
Wurden in Nordfriesland vor 10 Jahren noch 4 Marderhunde gestreckt, waren es im letzten Jagdjahr über 300, und das wird sich noch erhöhen. Erste Waschbären wurden erlegt, ebenso Minke. Gerade die Bejagung des Raubwildes spielt in den Niederwildrevieren eine tragende Rolle, ob auf der Jagd oder mit diversen Fallen. Letztendlich führt nur intensive Bejagung des Raubwildes zum Fortbestand des Niederwildes.

DSC 0862Nach weiteren Stücken der Bläser erläuterte Frederic Daniels von der Fellwechsel die Idee der nachhaltigen Nutzung der erlegten Raubsäuger. Felle und Pelz sind wieder im Kommen, und wir Jäger liefern heimische Ware, gewachsen in der natur und nicht in Farmen. Daher werden alle Stücke , die agbegeben werden, mit einem Herkunftsnachweis versehen, um alles bis zum Erleger und Ort zurück verfolgen zu können.Auch das Kürschnerhandwerk hat bereits darauf reagiert, und die Felle mit einem besonderen Label ausgestattet, woran man die Herkunft aus heimischer Flur erkennt und die nachaltige Nutzung der Beute.Ein aus Sicht der Jägerschaft guter Weg, und man ist sich sicher, dass die Art der Verwertung sich auch durchsetzten wird.

Nach einer kurzen Pause erläuterte Revierjäger von Dohlen den aktuellen Sachstand in Bezug auf ASP. In Deutschland gibt es noch keinen einzigen Fall, in den Nachbarländern Polen und Tschechien sind erste Fälle aufgetreten. Gerade am Beispiel der Tschechen wurden die sehr guten und für Schleswig-Holstein übernommenen Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs erklärt. Alles beinhaltet einen immensen Aufwand, aber man will absolut ein Verschleppen der Seuche aus diesem Gebiet verhindern. Auch wenn wir noch nicht betroffen sind, auch..oder gerade für Jäger gilt Sorgfaltspflicht. Besonders auf Jagdreisen, so man denn noch welche unternimmt, sollte mit Argusaugen auf Desinfektion achten,denn der Erreger im Schweiss, der leicht mal auf die Stiefel tropfen kann, hält sich 200 TAGE! Dass alleine zeigt, dass mit dieser Krankheit nicht zu Spaßen ist, und jedes Bundesland hat mittlerweile einen Maßnahmenkatalog parat hat, für den Fall der Fälle.

Stephan Gülck bedankt sich danach bei den Referenten, den Bläsern und allen Gästen sowie Jägerinnen und Jägern, und schloß die Versammlung mit einem dreifachen "HORRIDO"

von Ralf Kille

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Afrikanische Schweinepest

Afrikanische Schweinepest - Fragen und Antworten

FuA Afrikanische Schweinepest FV.pdf

Weiterbildung

Einladung zur Weiterbildung am:
18. Januar 2018 um 19:00 Uhr
in der Koogshalle Sophien-Magdalenen-Koog
Thema: „Invasive Tierarten (Neozoen)“ und ASP (Afrikanische Schweinepest)

Einladung Weiterbildung 2018.pdf

Neuer Webauftritt

Lange hat sich nichts mehr getan auf dieser Webseite, nun mit der Veröffentlichung der neuen Seite wollen wir zukünftig auch wieder mehr aktuelle Informationen rund um die Kreisjägerschaft Nordfriesland veröffentlichen.

Bis alle Informationen auf die neue Seite umgezogen sind erreichen Sie die alte Hompage unter www.alt.kjs-nordfriesland.de

Jahreshauptversammlung 2017

Reußenköge. Stephan Gülck ist neuer Vorsitzender der Kreisjägerschaft Nordfriesland. Der 52-jährige Husumer löst Jochen Muxfeld ab, der nach acht Jahren nicht wieder kandidierte, aber Vorsitzender des Hegerings in Stadum bleibt. Rund 300 Jäger wählten in der Koogshalle im Sophien-Magdalenen-Koog in ihrer Jahresversammlung Lutz Felix von Kamlah (Leck) und Ralf Kille (Bohmstedt) zu Stephan Gülcks Stellvertretern. Neben den Wahlen standen die Diskussion um eine Beitragserhöhung sowie die Geweih- und Gehörnbeurteilung durch Kreisjägermeister Thomas Carstensen (Olderup) im Mittelpunkt der Sitzung.
In die Amtszeit von Jochen Muxfeld fiel die Fusion von zwei Kreisjägerschaften zu einer, der Aufbau der von Willi Klang professionell geführten Geschäftsstelle in Bredstedt, die Neubelebung des Schießstandes Westre und die Gründung des Hochwildringes Nordfriesland, der sich die Bewirtschaftung des Rot- und Damwildbestandes zur Aufgabe gemacht hat. Nach wie vor wandern nämlich viele Hirsche von Dänemark nach Nordfriesland ein. Schließlich verstärkte der Verband unter Muxfelds Führung den Ankauf von Land. Heute besitzt die Kreisjägerschaft zirka 300 Hektar als Naturschutz-Erwartungsflächen.
Axel Clausen, stellvertretender Präsident des Landesjagdverbandes, warb mit aller Kraft für die geplante Beitragserhöhung. Allein die Verwaltung des Wildtierkatasters in der Landesgeschäftsstelle koste rund 200.000 Euro. Er versprach, dass parallel zur Mehrbelastung der Mitglieder um 22 Euro jährlich – von 48 auf 70 Euro – auch sämtliche Haushaltsposten auf Landesebene geprüft werden. „Wir wollen Aufgaben klar definieren und diskutieren, was die kosten dürfen, um insgesamt schlanke Strukturen zu schaffen.“ Kreisjägermeister Thomas Carstensen stieß ins selbe Horn. Er machte das breite Aufgabenspektrum deutlich, das auch in Nordfriesland zu bewältigen sei. Beispiel Gänsemanagement: Klar geregelt sei das jetzt in enger Abstimmung mit der Landesregierung. Übers Internet könnten alle Beobachtungen auf den Feldern eingegeben werden, würden vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz auf Plausibilität geprüft und bei Widersprüchen in den Angaben würde schließlich ein Sachverständiger hinzugezogen.
Der Kreisjägermeister zeigte auf, wie sich der Bestand der Wildtierarten im Laufe der vergangenen zehn Jahre verändert habe. Auffällig sei, dass Waschbären von null auf neun angestiegen seien, Marderhunde von vier auf über 300, und dass sich im Lehmsiker Wald bei Schwabstedt eine Hand voll Wildschweine gezeigt habe. Schließlich appellierte er einmal mehr an alle Jäger, sich an die Vorschriften zur Aufbewahrung ihrer Waffen zu halten. Die Regeln sind klar: „Entweder befinden sich Jäger und Waffe im selben Raum – oder sie ist im Schrank verschlossen.“

Die weiteren Ergebnisse der Vorstandswahlen: Schriftführer ist neben seinem Amt als stellvertretender Kreisvorsitzender Lutz Felix Kamlah, der von Günter Jacobsen (Mildstedt) vertreten wird. Schatzmeister bleibt Kurt Beneditz (Mildstedt), sein Stellvertreter ist Melf Albertsen (Immenstedt). Schießwart ist Olaf Lass (Husum), ein Stellvertreter wird später bestimmt. Die Jäger beschlossen, die Amtszeiten zu entzerren. Stellvertreter bleiben jeweils nur zwei Jahre im Amt, alle anderen vier Jahre. Als Obleute wurden gewählt: Christoph Rabeler (Naturschutz), Hans Werner Nagelschmidt (Öffentlichkeitsarbeit) und Dirk Jacobsen (Jagdschutz).
Jochen Muxfeld hatte zu Beginn der Sitzung Stephan Gülck und Lutz Felix von Kamlah das Verdienstabzeichen des Landesjagdverbandes in Bronze verliehen. Stephan Gülck ist Hegeringleiter in Husum und engagiert sich besonders in der Jägerprüfungskommission. Von Kamlah leitet als gelernter Förster die Jungjägerausbildung in Südtondern. Das Verdienstabzeichen in Silber war bereits im Vorfeld der Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Nordfriesland an Claus Dethlefs, Seehundjäger auf Sylt, verliehen worden. Bis in dieses Jahr hinein war er 15 Jahre lang Sprecher der Seehundjäger, die verletzte Tiere entweder in die Aufzuchtstation in Friedrichskoog (Dithmarschen) bringen oder sie von ihrem Leiden erlösen.

Bildtexte:
Der scheidende Vorsitzende Jochen Muxfeld mit dem neuen Vorstand (v. l.): Jochen Muxfeld, Stephan Gülck, Melf Albertsen, Lutz-Felix von Kamlah, Olaf Last, Ralf Kille, Günter Jacobsen, Hans-Werner Nagelschmidt, Kurt Beneditz

Kreisjägermeister Thomas Carstensen referierte die Ergebnisse der Geweih- und Gehörnschau aller Hegeringe.