Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.

Meer als Jagd

Hegering Schwabstedt

Die Reviere des Hegering Schwabstedt liegen im Süden Nordfrieslands, malerisch eingebunden zwischen der Ostenfelder Geest, dem Schwabstedter „Wilden Moor“ und der sich mäandernd durchs Marschenland bewegenden Treene, welche auch einen Großteil der Grenze zu den Nachbarhegeringen ausmacht.
Geschichtliches: Der Bereich des Hegeringes Schwabstedt wird gemäß der Ausführungen von Hans Meyer, dem bekannten Schwabstedter Chronisten, erstmals erwähnt um das Jahr 1463. In diesem Jahr ist hier die Rede von 3 Falkenjagden.
Im Jahre 1667 verkaufte der Feldmarschall Claus von Ahlefeld, dessen Ritterrüstung heute in Schloß Gottorf zu besichtigen ist, das adelige Gut Wischhof an Frau Magdalene von Ahlefeld „ schuldenfrei für 10 000 Reichsthaler in Specie.“  Zum Gut gehörten die „Gerechtigkeit auf der Schwabstedter Heide zu weiden und zur Einfriedung aus dem Schwabstedter Holz Busch zu holen, sowie die Feuerung im Moor zu graben. Dazu alle Hoheiten, Herrlichkeiten, Jagens, Schießens und Fischfangs.“ Die Jagd war sonst herrschaftliches Privileg.
Heute besteht der Hegering Schwabstedt aus 7 Gemeinde.- sowie zwei Eigenjagdbezirken mit einer Fläche von 3386 ha. 24 Erstmitglieder sowie 5 Zweitmitglieder sind zurzeit niedergeschrieben.
Wir finden hier insbesondere zu einem Großteil das treenevorgelagerte Marschenland mit typischer Flora und Fauna, wobei der größte Teil landwirtschaftliche Nutzfläche ist, sowie der eiszeitlich entstandene Geestrücken mit geringem Waldanteil, ebenfalls überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Ein kleiner Teil des Schwabstedter Moores, zugehörig zu einer Eigenjagd, sowie ein Bereich der Gemeindejagd Schwabstedt und der Polderbereich bei Ramstedt / Wisch sind relativ naturbelassen. 
Fast alle Wildarten Schleswig-Holsteins sind im Jahr 2019 im Bereich des Hegering Schwabstedt vertreten. Selbst der „König der Wälder“, der Rothirsch, zieht mittlerweile seine Fährte. Das Damwild nimmt Rudelstärken um 50 Stück an und der Hirsch des kleinen Mannes, das Rehwild, ist dort wo das Damwild sich gern aufhält, zunehmend heimlich. Auch Sauen werden vereinzelt gefährtet bzw. stehen schon Mal in dem ein-oder anderem Flurstück im Gebräch. Die einstmalige Hauptwildart neben Rehwild, der Hase, ist über die Jahre im Besatz soweit zurückgegangen, sodass eine verantwortungsvolle Jagd auf ihn momentan nicht mehr ausgeübt wird. Die Ursachen sind hier wohl vielschichtig und nicht nur allein im Prädatorendruck zu suchen.